08 - Systemfehler Menschlichkeit
Shownotes
Wenn du mehr zu mir oder meinem Programm "Körperkompass" erfahren möchtest dann schau hier vorbei, herzlich willkommen!
Einige der erwähnten Studien findest du hier:
Porges, S. (2011). The Polyvagal Theory: Neurophysiological Foundations of Emotions, Attachment, Communication, and Self-Regulation. New York: W.W. Norton. → Erklärt, wie unser autonomes Nervensystem auf Sicherheit und soziale Verbindung reagiert – und warum dauerhafter Stress körperliche Dysregulation erzeugt.
Meaney, M. J., & Szyf, M. (2005). Epigenetic programming by maternal behavior. Nature Neuroscience, 7(8), 847–854. → Zeigt, dass frühe Bindungserfahrungen und Stress das Erbgut beeinflussen und langfristig die Stressverarbeitung prägen.
Dantzer, R. (2018). Neuroimmune interactions: from the brain to the immune system and vice versa. Nature Reviews Immunology, 18(3), 139–150. → Belegt, wie eng Entzündung, Emotion und Verhalten verschaltet sind und wie psychische Belastungen körperliche Prozesse triggern können.
OECD (2023). Health at a Glance 2023: OECD Indicators. Paris: OECD Publishing. → Liefert internationale Vergleichsdaten zur Arzt-Patienten-Kommunikation. Durchschnittliche Gesprächsdauer: 8–12 Minuten.
The Lancet Public Health (2022). Administrative burden in healthcare: The silent epidemic. Lancet Public Health, 7(9), e750–e752. → Schätzt, dass Ärzt:innen weltweit rund 40 % ihrer Arbeitszeit mit Dokumentation statt mit Patient:innen verbringen.
Shanafelt, T. D., et al. (2023). Burnout among physicians: Causes, consequences, and solutions. Mayo Clinic Proceedings, 98(1), 123–140. → Aktuelle Studie: über 50 % der Ärzt:innen weltweit leiden unter Burnout – Hauptursachen sind Zeitdruck, fehlende Autonomie und emotionale Dissonanz.
Slavich, G. M., & Cole, S. W. (2013). The emerging field of human social genomics. Clinical Psychological Science, 1(3), 331–348. → Belegt, dass soziale Erfahrungen – wie Einsamkeit oder chronischer Stress – direkt die Genexpression und Immunfunktion beeinflussen.
Kiecolt-Glaser, J. K., et al. (2015). Inflammation: Depression fans the flames and feasts on the heat. American Journal of Psychiatry, 172(11), 1075–1091. → Zeigt, dass psychische Belastungen Entzündungsprozesse verstärken – und umgekehrt körperliche Entzündung depressive Symptome fördern kann.
Sapolsky, R. M. (2004). Why Zebras Don’t Get Ulcers. New York: Holt Paperbacks. → Klassiker zur Stressphysiologie, erklärt anschaulich, wie chronischer Stress Körper und Psyche aus dem Gleichgewicht bringt.
Transkript anzeigen
00:00:05: Ich grüße dich.
00:00:06: Wenn dein Körper flüstert, schreit oder vielleicht auch gar nichts mehr sagt, dann bist du hier genau richtig.
00:00:13: Denn dein Körper ist nicht kaputt.
00:00:15: Er trägt deine ganze Geschichte.
00:00:17: Und erwartet darauf, gehört zu werden.
00:00:20: Ich bin Martina, seit fünfundzwanzig Jahren Apothekerin, Psychosomatik-Coachin, mentale Projektoren und die Brücke zwischen der klassischen Schulmedizin und deiner inneren Weisheit.
00:00:32: Ich bin da für Menschen, die lange perfekt funktioniert haben und leise spüren, dass etwas nicht mehr stimmt, weil ich selbst dort war.
00:00:41: Und weil ich weiß, es gibt so viel mehr.
00:00:45: Hier bekommst du keine Lösungen von der Stange, sondern ehrliche Fragen, tiefe Sichtweisen, nicht krell, aber klar.
00:00:54: Ich spreche über Psychosomatik, das Nervensystem, die Körperweißheiten und vor allem über das, was zwischen den Zeilen heilt.
00:01:02: Willkommen, dein Platz ist schon warm.
00:01:05: Lass uns loslegen.
00:01:13: Komm mit, heute wird's ehrlich.
00:01:15: Ehrlich im besten, unbequemsten Sinne.
00:01:18: Denn wir reden über zwei Welten, die eigentlich Verbündete sein sollten, sich aber oft benehmen wie ein altes Ehepaar, das vergessen hat, warum es sich mal geliebt hat.
00:01:28: Die Schulmedizin und die Psychosomatik.
00:01:31: Beide wollen helfen, beide wollen verstehen.
00:01:34: Und trotzdem, sie nerven sich gegenseitig kolossal, weil sie in völlig unterschiedlichen Sprachen sprechen.
00:01:42: Die eine, Labor, Leitlinie, Leitwert, Fakten und Studien basiert.
00:01:48: Die andere Lebensgeschichte, Gefühle, Überzeugungen, Glaubenssätze, nicht wirklich greifbar.
00:01:56: Und irgendwo dazwischen sitzt du mit deinen Beschwerden, die ja wirklich da sind und deinem Körper, der auf einmal irgendwas macht und irgendwie nicht mehr rund läuft.
00:02:07: Wie zwei Radiosender auf unterschiedlichen Frequenzen und du bist das Rauschen dazwischen.
00:02:15: Wenn du heute mit Diffusen Symptomen in eine Praxis kommst, sitzt ihr da im Normalfall kein Zyniker gegenüber, sondern jemand, der helfen will, aber in der Realität ungefähr zehn Minuten Zeit hat.
00:02:31: So will es das Abrechnungswesen unseres Gesundheitssystems.
00:02:34: Alles darüber hinaus ist eine Art Gratiszugabe.
00:02:38: Das Ganze geschieht nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil das System auf Geschwindigkeit programmiert ist, nicht auf Begegnung.
00:02:47: Ein Labor, ein Ultraschall, eine Leitlinie.
00:02:50: Und wenn da nichts rauskommt oder die Therapie dann nicht so greift, wie sie sollte, bleibt tatsächlich manchmal nur ein etwas ratloses, vielleicht sollten sie sich mal entspannen.
00:03:03: Und du denkst, na super, jetzt bin ich also daran schuld, dass ich krank bin.
00:03:08: Aber was da wirklich passiert?
00:03:10: Es treffen zwei Systeme aufeinander, die beide überfordert sind.
00:03:14: Die Schulmedizin, weil sie alles in messbaren Größen benötigt und die Psyche, die sich Partu nicht in Zahlen pressen lässt und so viel mehr ist als nur Stress, wie so oft suggeriert wird.
00:03:28: Laut der OECD Health at the Clans von im Jahr im Jahr ist die durchschnittliche Gesprächsdauer zwischen Ärztinnen und Patientinnen bei acht bis zwölf Minuten.
00:03:40: Dieses Zeitfenster reicht meist für Diagnostik, aber nicht für das Narrativ, das dahinter liegt und manchmal so wichtig wäre.
00:03:50: Lass uns doch mal darüber reden, warum die Medizin aber eigentlich keine Schuld trägt.
00:03:56: Ich sage das mit allem Respekt und mit aller Liebe für dieses System, in dem ich selbst groß geworden bin und dessen Teil ich auch immer noch bin.
00:04:04: Ich kenne so viele Ärzte in den Pflegerinnen, Krankenpflegerinnen, Apothekerinnen, Physiotherapeutinnen und so viel mehr, Menschen mit riesigem Herz, mit Hingabe, oft mit unbezahlten Mehrengagement.
00:04:18: Das Problem ist selten der Mensch.
00:04:21: Das Problem ist die Struktur, die ausgerechnet jene erschöpft, die heilen und helfen wollen.
00:04:28: Wir haben ein System gebaut, in dem Krankheit profitabler ist als Gesundheit.
00:04:34: Indem du für das Pflaster bezahlt wirst, aber nicht für das Gespräch, das die Wunde vielleicht verhindert hätte.
00:04:41: Indem du Symptome abrechnen darfst, aber keine Seelenthemen, die wir als komplexe Wesen in einer komplexen Welt ganz automatisch haben müssen.
00:04:52: Und wenn du dann doch mal sagst, ich glaube, hier steckt mehr dahinter, dann passt das nicht ins Formularfeld.
00:04:58: Oder es muss gleich so dramatisch sein, dass es mit einem Diagnosischlüssel belegt werden kann.
00:05:05: Laut der Lancet Public Health Studie von zwei Tausend Zweiundzwanzig verbringen Ärztinnen weltweit rund vierzig Prozent ihrer Arbeitszeit mit Dokumentation und Abrechnung, nicht mit ihren Patientinnen.
00:05:20: Das erklärt viel vom inneren Widerspruch des Systems.
00:05:25: Lass uns an dieser Stelle kurz Anna dazu holen.
00:05:28: Du kennst sie, wir haben bereits von ihr gesprochen.
00:05:31: Mitte vierzig zwei Kinder, ein Job.
00:05:34: Zwar Teilzeit auf dem Papier, aber tatsächlich mehr als Vollzeit im Kopf.
00:05:40: Ihr Herz stolpert, ihr Bauch rebelliert.
00:05:44: Sie war beim Kardiologen, Gastroenterologen, Endocrinologen.
00:05:49: Alle freundlich, alle bemüht.
00:05:52: Alle aber tatsächlich mit der gleichen Botschaft am Ende.
00:05:56: Alles in Ordnung.
00:05:58: Anna lächelt höflich, sie nickt und sie weiß, dass doch irgendwie gar nichts in Ordnung ist.
00:06:03: Denn ihr Körper schreit doch und keiner übersetzt.
00:06:09: Ja, und nun?
00:06:10: Sie sitzt im Auto vor der Praxis, start aufs Lenkrad.
00:06:13: Alles in Ordnung, sagen sie, und trotzdem fühlt sie wie etwas in ihr leise brennt.
00:06:20: Sie macht halt weiter, kümmert sich selber, googelt, bemüht Chattypie, liest, Aber an manchen Punkten kommt man eben nicht alleine weiter.
00:06:30: Wahrscheinlich wird mit der Zeit das Herz stolpern deutlicher oder irgendetwas anderes taucht auf.
00:06:36: Bis dann auch messbar nichts mehr in Ordnung ist und Maßnahmen ergriffen werden müssen.
00:06:42: Medikamente oder vielleicht auch sogar eine Applation gegen die Herzrhythmusstörung.
00:06:48: Egal was, Auch diese Maßnahmen werden sich nur gegen die Symptome richten, nicht gegen das, was darunter liegt und Anna in ihrem Leben in bestimmte Richtungen und Handlungen treibt.
00:07:00: Musste das so sein?
00:07:02: Letztendlich wird Anna so für das Gesundheitssystem höchstwahrscheinlich teurer werden durch die Folgeerkrankungen, als wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt Weichen hätte anders stellen können.
00:07:13: Was wäre, wenn Prävention wirklich präventiv gedacht würde?
00:07:18: Wenn zuhören ein abrechenbarer Posten wäre, wie viel Geld, wie viel Leiden hätte man sparen können?
00:07:26: Ich kenne dieses System von innen.
00:07:28: Ich stehe mitten drin.
00:07:31: Und es gibt Tage, da spüre ich genau, was bei meinem Gegenüber der rote Faden sein könnte, welches Thema hinter dem Symptom liegen könnte, welche Wahrheit sich da zeigt.
00:07:42: Ganz leise zwischen zwei Sätzen.
00:07:45: Weil wir miteinander reden und weil ich schon immer die Gabe gehabt habe, innerhalb kürzester Zeit mein Gegenüber zu spüren.
00:07:52: Und trotzdem habe ich häufig keine Zeit dafür.
00:07:56: Weil in der Warteschlange, schon der Nächste steht, mit Rezept in der Hand und Rückenschmerzen, vielleicht mit einem kleinen Kind auf dem Arm und Einkaufstaschen in der anderen Hand.
00:08:06: Und weil es übergriffig wäre.
00:08:09: In der Kürze der Zeit, ungefragt, mit einem ganzen Themen komplex in das Leben eines anderen einzudringen.
00:08:16: Darum gebe ich in dieser Situation mein Bestes.
00:08:19: Berate das Akut vor mir liegende nach besten Wissen und Gewissen, lächle warm, um die Welt meines Gegenübers ein wenig heller zu machen, streue kleine Samen der Wahrheit in der Hoffnung, dass sie auf fruchtbaren Boden fallen.
00:08:34: Hinweise, die vielleicht irgendwann aufgehen.
00:08:38: Aber tief drinnen spüre ich, das reicht nicht.
00:08:41: Nicht weil ich es besser weiß, sondern weil ich fühle, dass das, was das menschliche Wesen vor mir eigentlich braucht, nicht in fünf oder zehn Minuten passt.
00:08:51: Und das ist das, was so viele im Gesundheitssystem heimlich zerreißt.
00:08:57: Wir sind voll mit dem Wunsch, wirklich zu helfen und ständig konfrontiert mit Strukturen, die genau das verhindern.
00:09:05: Die meisten, die im Gesundheitssystem arbeiten, sind gestartet, mit dem tiefen Bedürfnis Menschen zu begleiten und ihre Lage zu verbessern.
00:09:13: Aber spätestens nach ein, zwei Jahren im Beruf hat die Realität Einzug gehalten und selbst die idealistischsten unter uns verzweifeln, resignieren oder stumpfen ein gutes Stück weit ab.
00:09:27: Das ist kein Zynismus, das ist oft einer der Auswege aus einem großen persönlichen Wertekonflikt.
00:09:35: Und das ist tatsächlich Schmerz.
00:09:38: Ein stiller, professioneller Schmerz, den du am Feierabend eigentlich nicht mit nach Hause nehmen willst, der sich aber irgendwo tief in einem ablegt.
00:09:48: Und dieser Schmerz, er bleibt unsichtbar.
00:09:51: Weil Empathie in diesem System zur Schwäche erklärt wurden.
00:09:55: Wir haben gefälligst über den Dingen zu stehen.
00:09:59: Laut einer aktuellen Studie von im Jahr ist die Burnout Rate bei Ärztinnen bei über fünfzig Prozent.
00:10:06: Die angegebenen Hauptursachen dabei sind der Zeitdruck, die fehlende Autonomie und die emotionale Dissonanz.
00:10:15: Und du ahnst es wahrscheinlich, für fast jede Berufsgruppe, die im Gesundheitssystem unterwegs ist, lassen sich ähnliche Studien finden.
00:10:23: Dazu kommen bei vielen Berufen noch eine haasträubende Entlohnung und oft mangelnde Anerkennung.
00:10:31: Und wenn wir dazu noch lange Arbeitszeiten, eventuell Schichtarbeit, Unterbesetzung und Stress dazu nehmen, dann wird klarst klar, dass die Berufe im Gesundheitssystem sehr oft an die körperliche, seelische und emotionale Substanz gehen.
00:10:47: Gerade die, die sich um unsere Gesundheit und damit um unser Kostbasis gut kümmern, werden von dem System verheizt.
00:10:58: Ja, lass uns doch noch mal zu unserem alten Ehepaar zurückkehren.
00:11:04: Während die Schulmedizin noch misst, was das Abrechnungssystem fordert, hat die Forschung längst entdeckt und belegt, dass Körper und Psyche nie getrennt waren.
00:11:15: An dieser Stelle lege ich dir die Folge zwischen Tempel und Tablette hier bei Symptom Geflüster, Ehrlichkeit auf Zellniveau ans Herz.
00:11:23: Da nehme ich dich auf eine Reise durch die Geschichte mit.
00:11:27: Sehr faszinierend und es wird klar, woher die Entwicklung kommt, an der unser System so krankt.
00:11:33: Sei es die Polyvagaltheorie, die Epigenetik, die Neuroimmunologie.
00:11:39: Sie alle zeigen unsere Zellen hören mit.
00:11:43: Sei es auf die Gedanken.
00:11:45: das persönliche Umfeld auf deine individuelle Geschichte.
00:11:49: Wenn du jahrzehntelang funktionieren musstest, weil keiner fragt, wie es dir wirklich geht und dir keiner liebevoll spiegelt, was du da eigentlich in deinem Leben aus Gewohnheit tust, dann macht dein Körper das, was kein Mensch ewig schafft, er streikt und spielt das Spiel einfach nicht mehr mit.
00:12:13: Nicht, um dich zu bestrafen, sondern um dich zur Besinnung zu bringen.
00:12:19: Diese Erkenntnisse sind durch zahlreiche Studien belegt, auch die Beteiligten des Gesundheitssystems wissen das oder ahnen es zumindest, wenn sie ehrlich zu sich sind.
00:12:30: Sei es durch eben solche Studien oder schlicht durch Beobachtung und Berufserfahrung.
00:12:36: Es gibt zahlreiche geflügelte Worte, die genau diese Verknüpfung und gegenseitige Beeinflussung von Körper, Geist und Emotionen verdeutlichen.
00:12:45: Zum Beispiel, für mich persönlich unfassbar wichtig, die Blase ist der Spiegel der Seele.
00:12:52: Als Ausdruck dafür, dass emotionaler Stress sich gerne zum Beispiel in Blasenentzündungen äußern kann.
00:12:59: Wie oft?
00:13:01: Hat mir meine Frauenärztin genau diesen Spruch gesagt, wenn ich über Jahre hinweg mit ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen vor ihr saß.
00:13:10: Wie wenig konnte ich damit anfangen, wie genervt war ich und, ja tatsächlich, wie wenig konnte ich in der Praxis damit anfangen?
00:13:20: Mittlerweile stehe ich an einer ganz anderen Stelle, habe genau das verstanden, was sie mir sagen wollte und vieles in meinem Leben angefasst und Ich nehme mich so viel ernster.
00:13:34: Ich habe seit Jahren keine echte Blasenentzündung mehr gehabt und nehme die kurzen Blasenreizung, die ich noch habe, ab und an, als eine Art freundschaftlichen Wink meines Körpers, dass irgendwas in meinem Leben gerade zu viel oder zu wenig ist.
00:13:52: Und wie oft denke ich dankbar an diesen Spruch meiner Frauenärztin zurück?
00:13:58: Übrigens auch hier ein Samen der Wahrheit, den sie mir vor so vielen Jahren in der Kürze der Zeit gegeben hat und der nach längerer Zeit dann Keimen und Früchte tragen durfte.
00:14:12: In Gesprächen mit Kollegen meiner Berufsgruppe oder mit Ärztinnen stelle ich fest, dass fast jeder etwas mit dem Begriff der Symptomkaskade anfangen kann.
00:14:23: Es handelt sich dabei um Symptome bzw.
00:14:26: Erkrankungen, die über Jahre hinweg aufeinander aufbauen und in einer großen Wahrscheinlichkeit auftreten, bis hin zu einem sogenannten Maximalereignis, wie zum Beispiel einem Herzinfarkt.
00:14:43: Die Krux dabei ist.
00:14:45: Wenn man das einmal erkannt hat, ist das wie die Büchse der Pandora zu öffnen.
00:14:50: Zu erkennen, dass man mit Medikamenten oder ähnlichen Therapien zwar erst einmal die augenscheinlichen Symptome behandeln kann.
00:14:58: Aber ohne eine Behandlung der zugrunde liegenden Tiefenthematiken wird es zwangsläufig weitergehen.
00:15:06: Und der Körper des Patienten wird sich anders und oft radikaler äußern.
00:15:11: Wie gern würden wir da eingreifen, bevor die Kaskade kippt.
00:15:16: Und das Irre dabei ist.
00:15:18: dass diese Symptome und Erkrankungen häufig bis zu einem bestimmten Punkt rewasibel bzw.
00:15:25: deutlich milderbar wären.
00:15:28: Und das mit relativ einfachen Maßnahmen, die jeder in seinem Leben etablieren kann.
00:15:34: Aber dazu muss man vorher verstehen, warum ich zum Beispiel in meinem Leben so lebe, wie ich es tue.
00:15:44: Warum ich Entscheidungen so treffe.
00:15:47: Warum es mir schwer fällt, bestimmte Grenzen zu setzen?
00:15:51: Warum ich nicht auf mich und meinen Körper höre?
00:15:55: Warum ich lieber auf ungesunde Mechanismen setze, obwohl es so oft am Wissen nicht mangelt?
00:16:04: Wie gerne würden wir Beteiligte des Gesundheitssystems an mancher Stelle tiefer reingehen?
00:16:10: Weil wir so vieles schon gesehen haben und weil man von außen manchmal einfach den roten Faden sieht.
00:16:17: Aber Da sind wir wieder bei den statistischen zehn Minuten Fallpauschalen oder ähnlichen Kennzahlen.
00:16:25: Und trotzdem kann ich aus meinen eigenen Erfahrungen als Patientin in unserem Gesundheitssystem sagen, ich weiß nicht, wie oft sich Ärztinnen oder Therapeutinnen deutlich mehr Zeit für mich genommen haben, weil es ihnen an der Stelle wichtig war.
00:16:43: Und weil es mir so sehr weiter geholfen hat auf einer ganz anderen Ebene.
00:16:48: Unbezahlt und ja auch auf Kosten derer, die derweil im Wartezimmer saßen.
00:16:55: Ich weiß nicht, wie oft ich oder meine Kolleginnen sich für das Extrem menschliche entscheiden.
00:17:02: und jenseits der Öffnungszeiten beraten oder Sachen für unsere Kunden organisieren, nach Hause liefern, ins Labor gehen und Rezepturen herstellen, die dringend benötigt werden, wie zum Beispiel Kapseln für Kleinkinder.
00:17:15: Das System lebt ein Stück weit von dem unentgeltlichen Engagement der Beteiligten, die selbstverständlich mehr machen als sie müssten für das Wohl der Menschen, mit denen sie zu tun haben.
00:17:29: Und wir alle können Geschichten erzählen über Patientinnen, die sich in so einer Symptomkaskade befanden und sich aus irgendeinem Grund intensiv mit sich selbst beschäftigt haben.
00:17:42: Oft kommt der aufrottelnde Auslöser von außen und ist ein leider einschneidendes Erlebnis gewesen.
00:17:50: Eine harte Diagnose, ein Verlust zum Beispiel eines geliebten Menschen, eine Trennung oder ähnliches.
00:17:58: So sind wir Menschen halt gestreckt.
00:18:00: Im Normalfall leben wir unser Leben und bleiben in unserer Komfortzone, weil es geht ja.
00:18:07: Oft wird erst durch so ein einschneidendes Erlebnis ein echter Wandel möglich.
00:18:12: Man legt sich die Karten und hinterfragt sich.
00:18:15: Am effektivsten geschieht das mithilfe an der Seite.
00:18:19: Therapeutinnen oder guten Coachinnen.
00:18:22: Und im Nachgang wird diese Krise oft als echte Chance und manchmal sogar als Geschenk bezeichnet.
00:18:31: Aber muss es erst soweit kommen?
00:18:34: Etliche Studien zeigen deutliche Zusammenhänge zwischen sozialer Sicherheit, Stress, Gefühlen, unserem Verhalten auf der einen Seite und Entzündungsreaktionen, physiologischer Regulation und sogar Veränderung in der Genexpression auf der anderen Seite.
00:18:52: Wie viel Könnte man für die Gesundheit von Anfang an tun, wenn wir aktiv einen guten Umgang mit uns selbst, unseren Gefühlen, Gedanken, Handlungen und unserer Umwelt fördern würden?
00:19:05: Wie viel Geld könnten wir sparen?
00:19:08: Wie viel Leid verhindern?
00:19:10: Stell dir an dieser Stelle eine Medizin vor, die Körper und Seele gleichzeitig behandelt.
00:19:16: In der Gespräche kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit sind.
00:19:22: in der Prävention kein schönes Wort, sondern eine gelebte Kultur ist.
00:19:29: Aber der aktuelle Stand aktuell ist doch noch, dass die Schulmedizin sagt, zeigt mir den Beweis und die Psychosomatik sagt, fühl die Bedeutung und beide verdrehen die Augen.
00:19:43: Aber eigentlich sehen sie sich nach dem Gleichen, den Menschen vor ihnen zu helfen.
00:19:48: Zwei Radiosender, zwei Frequenzen, aber wo ist der Knopf, um diese eigentlich relativ kleine Differenz zu überbrücken?
00:19:58: Ich persönlich glaube, wir brauchen keine neue Medizin an sich.
00:20:02: Aber wir brauchen ein neues Miteinander, ein neues Verständnis von menschlicher Gesundheit und eben auch den Willen, mehr Geld in die Gesundheit aller Ebenen zu stecken, statt im Nachgang in ein System, das aktuell sehr gut von Krankheiten lebt.
00:20:21: Wir brauchen eine Medizin, die nicht nur fragt, was du hast, sondern auch wer du bist.
00:20:27: Die erkennt, dass Laborwerte und Lebenswerte zwei Seiten derselben Wahrheit sind.
00:20:33: Die bereit ist, den Blick zu weiten, statt mit Scheuklappen nur ihre eigene Spezialisierung zu betrachten.
00:20:40: Alles hängt mit allem zusammen.
00:20:42: Und wer das versteht, der hilft wirklich.
00:20:45: Wir brauchen einen Ort, an dem Schulmedizin und Psychosomatik nicht mehr gegeneinander antreten müssen, sondern an einem Strang ziehen können.
00:20:55: Und es beginnt bereits.
00:20:58: Immer mehr Beteiligte sind sich bewusst, so geht es nicht mehr weiter.
00:21:03: die im kleinen oder auch im größeren Visionen entwickeln, wie ein besseres System aussehen könnte.
00:21:09: Aber die Aufgabe ist groß.
00:21:12: Denn ganz ehrlich, sie umfasst nicht nur ein bestehendes Gesundheitssystem mit daran hängenden Wirtschaftszweigen, sondern auch alle darin arbeitenden Personengruppen mit ihren Strukturen.
00:21:24: Und, nicht zuletzt, es umfasst auch die Patienten.
00:21:28: Uns alle.
00:21:31: Denn unsere Gesundheit bzw.
00:21:33: Krankheit liegt auch und vor allem in unseren Händen.
00:21:38: Und es ist Zeit, dass wir für uns selbst die Verantwortung übernehmen, dass wir verstehen, dass wir mit unserem Verhalten und unseren Entscheidungen ganz maßgeblich Einfluss nehmen können.
00:21:50: Wenn wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, was uns krank macht und anders herum was uns gut tut und das dann auch umsetzen.
00:22:01: Natürlich brauchen wir unsere Experten.
00:22:03: Und es sollte selbstverständlich sein, dass wir uns sowohl für körperlich als auch für seelisch emotionale herausfordernde Zeiten niederschwellig Hilfe an die Seite holen können.
00:22:15: Sei es über Ärztin, Therapeutin, Pflegerin oder zertifizierte Coaching.
00:22:22: Vielleicht ist das die Medizin der Zukunft.
00:22:25: An allererster Stelle weniger Technik, aber mehr Mensch.
00:22:29: weniger Kontrolle, aber mehr Verbindung.
00:22:32: Wenn es aber nötig ist, haben wir das komplette, technische und therapeutische Know-how unserer Medizin in der Hinterhalt.
00:22:41: Die Themen unserer Gesellschaft und des Einzelnen werden aktuell so offensichtlich wie selten zuvor.
00:22:47: Wie gut wäre es, wenn jeder Zugang zumindest einer Person hätte, die zuhört, gute Fragen stellt, versteht, spiegelt, reflektiert, und alternative Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, bevor sich Probleme manifestieren.
00:23:07: Ja, und wenn du das jetzt alles hörst und denkst, ja, aber was kann ich tun?
00:23:13: Dann sage ich dir, dann beginnt es genau in diesem Moment in dir.
00:23:19: Ganzheitliche Gesundungen, oder sagen wir vielleicht auch Transformation auf allen Ebenen, beginnt nicht im Außen, sondern dort, wo du selbst erkennst, Das Gift liegt in dir, aber eben auch die Medizin.
00:23:36: Dein Körper ist kein Feind, sondern dein ehrlichster Spiegel.
00:23:40: Er zeigt dir, welchen Teil du gerade stärkst, den, der dich krank hält oder den, der dich in dein bestes Leben zurückführen kann.
00:23:51: Hol dir jemanden an die Seite, der dich und deinen Körper begleitet.
00:23:56: An dieser Stelle schiebe ich gerne nochmal Werbung für mich und mein eins zu eins Programm Körperkompass ein.
00:24:02: Hier mache ich genau das.
00:24:05: Ich plane auch einen Kurs dazu.
00:24:07: Abonniere einfach meinen Newsletter und ich halte dich auf dem Laufenden.
00:24:10: Alle Infos setze ich dir in die Show notes.
00:24:14: Wenn du also das nächste Mal im Wartezimmer sitzt, erinnere dich daran.
00:24:19: Du bist kein Fall.
00:24:21: Du bist ein ganzes System.
00:24:23: Und auch die Person im weißen Kittel.
00:24:26: ist Teil davon.
00:24:27: Engagiert, erschöpft, bemüht, manchmal überfordert, aber genauso Mensch wie du.
00:24:33: Die Brücke zwischen Körper und Seele, zwischen Arzt und Patientinnen, zwischen Wissenschaft und Menschlichkeit, sie beginnt genau hier in deiner Wahrnehmung.
00:24:44: Und vielleicht ist das der ehrlichste Anfang.
00:24:49: Schulmedizin ohne Seele ist kalt.
00:24:53: Psychosomatik ohne Boden ist verloren.
00:24:56: Aber zusammen sind sie der Anfang einer Medizin, die wieder menschlich ist.
00:25:04: Danke, dass du da warst.
00:25:05: Wenn dich etwas brührt, nimm es mit.
00:25:08: Lass es wirken.
00:25:09: Lass es sacken.
00:25:10: Und wenn du spürst, dass das hier mehr war als nur ein Podcast, sondern vielleicht der Anfang von etwas, dann folge mir und komm zurück, wenn du magst.
00:25:19: Hier ist Platz für dich.
00:25:20: Immer wieder.
00:25:21: Und bis dahin.
00:25:22: Vertrau deinem Körper.
00:25:24: Er weiß mehr, als du denkst.
Neuer Kommentar